Ich habe eigenes Geldvermögen- soll ich trotzdem finanzieren?
Diese Frage wird häufig gestellt. Im Grunde möchte man dabei wissen, ob man zur Schuldentilgung bzw. zur Vermeidung einer Kreditaufnahme auf eigene Mittel zurückgreifen soll. Zur Lösung dieser Frage sollte man sich folgende Fragen stellen:
- Welche Erträge bringen meine Ersparnisse nach Steuern?
- Welche Zinsbelastung nach Steuern würde eine Finanzierung auslösen?
- Faustregel: ist 1. kleiner als 2. sollte eigenfinanziert werden (und umgekehrt)!

Im Grunde stellt der Einsatz des Eigenkapitals eine Investition mit einer 100 % sicheren Rendite in Höhe des Schuldzinssatzes dar. Mit den Eigenmitteln schaffe ich mir Zinsen vom Hals und erziele so eine Rendite, die mit den Kosten einer Schuldenaufnahme verglichen werden muß. Für viele dürfte die eigenfinanzierte Variante somit die bessere sein. Dies gilt oftmals dann nicht, wenn man
- meint, den Zinsatz der Bank mit der eigenen Geldanlage-Rendite toppen zu können,
- die Zinsen der Bank steuerlich abzugsfähig sind, bspw. wenn in eine vermietete Immobilie investiert wird (dies nochmal klarstellend, eigentlich ist mit der o.g. Faustregel dies bereits gesagt!).
Für viele ist die Schuldenaufnahme bzw. Tilgung allerdings auch aus psychologischen Gründen sinnvoll: was weg ist, ist weg! Eine systematische Entschuldung sollte ohnehin das Ziel einer vernünftigen privaten Finanzplanung sein!
