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Flexibilität auf keinen Fall vernachlässigen!

Private Altersvorsorge heißt im Grunde nichts anderes, als aus dem Einkommen des privaten Haushalts einen systematischen Vermögensaufbau zu betreiben. Dies geschieht durch Anlagen in verschiedenste Produkte wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Investmentsfonds, kapitalbildende Versicherungen und Immobilien. Bei der Auswahl der Anlageform wird zumeist auf die Faktoren

  • Rendite (also Geschwindigkeit der Vermögensmehrung) und
  • Risiko (Wahrscheinlichkeit des Eintritts dieser Zuwächse bzw. sogar von Verlusten)

geachtet. Oft vernachlässigt wird hier der Aspekt der Liquidität. Für jeden Privathaushalt ist es wichtig, für bestimmte Lebenssituationen eine Reserve an flüssigen Mitteln bzw. an Anlagen, die sich leichter “verflüssigen lassen”, einzuplanen. Man denke z.B. an Fälle wie Scheidung, Tod oder Krankheit! Natürlich ist es schön, einen Immobilienbesitz in guter Lage zu haben, der einen ordentlichen Vermögenzuwachs verspricht, also eine gute Rendite hat. Oder eine Versicherungspolice, mit schöner Verzinsung. Was aber bei einem akuten Geldbedarf? Ein paar Türen oder Fenster aus dem Haus verkaufen? Eine Lebensversicherung mit hohem Verlust kündigen oder verkaufen? Wie man sieht sind diese Optionen nicht günstig bzw. sogar praktisch unmöglich! Die Veräußerbarkeit von Teilen einer Anlage ist immer ein wichtiger Aspekt. Flexible Anlagen wie insb. Fonds oder Wertpapiere sollten somit in keinem Portfolio fehlen! Der psychologische Nachteil dieser Anlagen ist aber, daß man hohe Selbstdisziplin benötigt, um nicht beim kleinsten Anlaß (z.B. einem Wunsch wie Urlaub oder neues Auto) an diese Reserven heranzugehen. Hier haben wir ein typisches Beispiel für die These, daß man bei Geldanlagen nicht alles haben kann! Dieser Gedanke gilt für alle finanziellen Dispositionen. Die Lösung für dieses Dilemma: niemals alles auf eine Karte setzen und verschiedene Anlagen kombinieren!


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