Finanzkrise
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- Kasino-Kapitalismus: Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist
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- Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkrise
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Die Finanzkrise
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Die Finanzkrise Kundenrezensionen
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Der Grund der Finanzkrise
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Der Grund der Finanzkrise Kundenrezensionen

Das Buch von Hermann Lueer unterscheidet sich wohltuend von den inzwischen zahlreich zur Finanzkrise erschienenen Büchern. Hier werden weder Anlageempfehlungen gegeben, noch wird für einen anständigen Kapitalismus geworden. Stattdessen wird anhand der Analyse der Gründe der Finanzkrise nachgewiesen, dass die mit dem Kampf gegen das internationale Finanzkapital verbreitete Solidarität zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und den politischen Vertretern der Marktwirtschaft nur eines sicherstellt: Die Finanzkrise wird nicht das Ende der Party sein, sondern der Neuanfang auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung.
Anstatt sich über die angeblichen Exzesse des raffenden Finanzkapitals aufzuregen, werden in dem vorliegenden Buch Argumente gegen ein Wirtschaftssystem geliefert, dessen Resultate schon lange vor der Finanzkrise Anlass für systemkritische Fragen boten. Weiterempfehlen!


Dieses Buch leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis dessen, was man gerne medienwirksam die “Finanzkrise” nennt. Es ist zugleich eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse des Zustands des kapitalistischen Systems.
Insofern Lueer prognostiziert, dass sich die Lage nicht entspannen, sondern letztlich zuungunsten aller negativ verstärken wird, wenn nicht alle am Riemen des besseren Verstandes reißen, gehört er sicher zu den unangenehmen Mahnern unserer Zeit. Seine Argumente sind jedoch bestechend: Gerade das Zusammenwirken verschiedenster Interessengruppen ist der Auslöser für den derzeitigen Finanz-Schlammassel. Zeit für eine Systemkritik also, die Lueer hier viel eher in einem gut belegten und differenzierten Verbal-Rundumschlag auf gehobenem Wissensniveau vornimmt, anstatt allein den verkürzten Argumentationen gegen die scheinbar gierigen Bänker und ihrer unbändigen Egoismusmentalität zu folgen. Differenziert verbindet er die unterschiedlichen Stränge einer schädlichen Entwicklung in vielen Bereichen, die von Wirtschaft und Politik bis in die Köpfe und Herzen der Einzelnen reichen und weltweit ihre schädliche Wirkung entfalten.
Sehr verständlich beschreibt er die Zusammenhänge zwischen Börsencrash (Bankensektor) und den Entwicklungen in der Realwirtschaft und lässt zwischen den Zeilen und auch ganz direkt immer wieder seine wohldosierte und doch tiefgründige Kritik an einer Wohlstandsgesellschaft durchscheinen, die sich auf dem Holzweg befindet und doch weiterschreitet. Mit viel Engagement beschreibt hier ein Kenner die Absurdität unserer Zeit, die sich zwischen dem ewigen Kampf nach Kapazitäts- und Produktionserweiterung (und daraus letztlich resultierende Überkapazitäten) bei sinkender Nachfrage bewegt.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird hier nicht als unabänderliches Schicksal hingenommen, auch nicht einfach sinnlos beklagt, vielmehr findet in diesem Buch eine ernste und ernsthaft geführte Debatte statt, die bisherige Argumentationen rund um das so genante “fiktive Kapital” und die These von der Gefährlichkeit bankinterner Geschäfte und ihrer Finanzprodukte auf den Kopf stellt. Nicht die Spielereien und Spekulationsexzesse der Banken sind demnach allein verantwortlich für die Krise, die jetzt die Realwirtschaft ergreift. Vielmehr ist es der tatsächliche Zusammenbruch in einem real existierenden US-amerikanischen Wirtschaftssektor (eben dem Immobilienmarkt), der zur Misere geführt hat UND DANN hat dies in seiner Wechselwirkung mit den Strukturen der entgleisten Finanzmärkte und menschlicher Schwäche gepaart mit der Gier kapitalistischen Reichtums zu dem vorliegenden Desaster geführt – eine spannende noch nicht gehörte These, die er sehr gut belegt …
Die Misere einer Überflussgesellschaft, in der Geld das einzige Movens unserer Zeit ist und das Menschen zu Sklaven wirtschaftlicher Blindheit werden, wird nicht nur beschrieben, sie macht auch nachdenklich; ohne dass aber der moralische Zeigefinger zu pathetisch gereckt wird – und mit einem Fünkchen Hoffnung, dass dieses System sich eines besseren besinnt und mit dem unendlichen streben nach Reichtum und Wohlstand nicht eines Tages die (Finanz-)Welt endgültig aus den Fugen gerät. Ein Buch also, das quer denkt und über monokausale Argumentationen hinausgeht. Sicher ein streitbares Buch, aber dadurch nicht weniger gelungen.
Eine klare Kaufempfehlung!!!
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Die Analyse der Finanzkrise und was sie bedeutet – weltweit
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Die Analyse der Finanzkrise und was sie bedeutet – weltweit Kundenrezensionen


Mag man George Soros’ Worte in den letzten Jahren auch oft genug als altkluges Gewäsch eines ewig Gestrigen abgetan haben, jetzt hört man ihm (wieder) zu. Der oft unbequeme Mahner und ‘Spielverderber’, der die merkwürdigen Auswüchse eines immer weiter deregulierten und entfesselten Börsengeschehens rund um Aktien, Währungen, Anleihen etc. immer wieder kritisierte, hat letztlich Recht behalten. Und auch und gerade jetzt hat die männliche Kassandra, das neue Orakel der Finanzwelt, in diesem Buch einiges zu sagen.
Sein ganz besonderes Augenmerk richtet der selbst erfolgsverwöhnte Meisterspekulant in diesem Buch wie so oft auf die Psychologie des Marktgeschehens. Soros verbindet seine tiefgründigen Analysen mit viel Sachverstand und philosophischem Weitblick. Besonders interessant sind die von ihm präsentierten Visionen. Auf diesen Seiten entfaltet der Hedge-Fonds-Manager seine Vorstellungen einer besseren Finanzwelt, die er aus dem Rückblick in vergangene Zeiten ableitet, aus denen sich einiges lernen lässt. Paradox wirkt natürlich, wenn dieser Börsenmann Visionen einer Welt entwickelt, in der er selbst niemals ein derart erfolgreicher Hedge-Fonds-Manager hätte werden können – aber gerade hier zeigt der differenziert denkende Finanzmensch, dass er eine durchaus schillernde Persönlichkeit mit vielen, teils widersprüchlichen, Facetten ist.
Irgendwie scheint dieser interessante Mann auch so einiges richtig gemacht zu haben. Gerade wenn man überlegt, dass er gerade in der Zeit, in der sage und schreibe drei der fünf großen amerikanischen Investmentbanken ins Bankrott-Gras beißen mussten, sein Vermögen weiter in unvorstellbare Höhen trieb, sollte man seine Prognosen ernst nehmen. Gerade Minderheitenpositionen, so zeigt sich an seinem Beispiel, können sich lohnen. Soros vertritt gerade auch in diesem Buch wieder seine Einstellungen, die gegen den Strom des Zeitgeistes schwimmen.
Mit messerscharfem Blick, glasklaren, manchmal eben unorthodoxen Analysen, intelligentem Humor und der gewohnten ironisch-augenzwinkernden Distanz schaut er über den Tellerrand der Einzelstaaten hinaus und betrachtet die Weltwirtschaft. Dabei kommt auch der Blick auf die Einzelstaaten nicht zu kurz; dabei versucht Soros immer wieder zu fragen (und auch Antworten zu finden!), warum welche Nation wie denkt, warum sie Wirtschaftspolitisch wie handelt und wie alle diese unterschiedlichen Mentalitäten gerade in ihrem dynamischen Zusammenwirken sowohl immense Gefahren als auch umso größere Chancen für den Weg aus der Krise bedeuten können!
Insgesamt denkt hier ein Wirtschaftsmensch tatsächlich global bis in die letzte Konsequenz. Soros analysiert in diesem schmalen Band voll dicker Erkenntnisse brenzlige Zusammenhänge, warnt, befürchtet. Aber er zeigt Wege aus der Krise auf. Ja, er befürchtet einen globalen Zusammenbruch des Finanzsystems. Aber auch: Ja, er sieht ein kleines Lichtchen am Ende des Tunnels glimmen und meint, dass es sich um ein riesiges Feuerwerk handeln könnte – wenn nur die richtigen Pyrotechniker am Werk sind.

Wenn Soros spricht, hört man zu. Nun hat der Meister aller Hedgefond-Spekulanten sich erneut zur Finanzkrise geäußert, sie analysiert und Lösungsvorschläge präsentiert. Dieses dünne Büchlein ist eine enorme Informationsquelle, die allerdings nicht für den normalen Bürger verfasst wurde. Man benötigt schon gewisse Grundkenntnisse über die Finanzmärkte, ihre Produkte und Mechanismen.
Da Soros offenbar den Mächtigen der USA und anderer Länder beratend zur Seite stand, finden wir zwischen den Zeilen interessante Informationen über die Vorgehensweise einiger der Handelnden. Und natürlich offenbart diese Schrift auch wie Soros denkt und welche Vermutungen er über das Denken anderer besitzt.
Nachdem uns der Meister zunächst vorgestellt wird, kommt dieser im Anschluss selbst zu Wort und referiert über Erfolg und Misserfolg seines Quantumfonds im vergangenen Jahr. Dann widmet er sich dem “Crash von 2008″, der für ihn mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers am 15. September begann. Soros versteht nicht, wieso die US-Behörden und hier insbesondere Finanzminister Paulson das zulassen konnten, denn schließlich haben die Behörden immer unterstützend eingegriffen, wenn etwas bei den Banken aus dem Ruder lief.
An dieser Stelle offenbart Soros bereits seinen Denkansatz, den er später weiter ausbaut. Immer wenn etwas schief läuft, muss der Geldhahn aufgedreht werden. Das ist nicht nur sein Ansatz, sondern die reale Politik der amerikanischen Notenbank, die bekanntlich nicht dem Staat, sondern einigen großen Banken gehört. Die Flutung der Finanzmärkte mit Dollar-Papiergeld ist aber die wahre Ursache der jetzigen Krise. Geld verlangt Rendite, und mehr Geld verlangt mehr Rendite. Gibt es keine vernünftigen Anlagemöglichkeiten mehr, dann werden unvernünftige gesucht und mit ihnen Blasen geboren, die früher oder später platzen.
Soros fordert, dass die US-Administration jetzt Inflation erzeugen solle, um die Märkte wieder in Schwung zu bringen. Und wenn dann alles wieder gut sei, dann müsse man dieses Geld wieder aus den Märkten ziehen. Und zwar in derselben Geschwindigkeit wie es hineinkam. Das ist starker Tobak.
Erstens hat das noch nie in der Vergangenheit funktioniert. Im Gegenteil, das Geldmengenwachstum hat sich beschleunigt. Zweitens kann man Geld nicht einfach wieder aus den Märkten herausziehen. Papiergeld beruht auf Schuldscheinen (Staatsanleihen zum Beispiel). Geld verschwindet nur aus dem Kreislauf, wenn Schulden bezahlt werden. Und zwar mit vorhandenem Geld und nicht mit extra dazu neu erschaffenem. Um das zu schultern, müsste die Obama-Regierung die Steuern drastisch erhöhen. Das ist weder populär, noch stimulierend für die Wirtschaft. Und selbst dann bekäme man das Geld nicht in der Geschwindigkeit aus den Märkten, mit der es hineinkam. Wir reden hier über mehrere tausend Milliarden Dollar.
Drittens haben die USA schon über Jahre durch ihre übermäßige Schöpfung von Papierdollars, die in keinem Verhältnis mehr zu ihrer Wirtschaftskraft steht, den Dollar inflationiert. Das bekamen sie nur deshalb nicht zu spüren, weil andere ihre bereits vorhandenen Dollars dazu benutzen, um amerikanische Staatsanleihen zu kaufen, was nichts anderes ist, als dieses Geld aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Länder (insbesondere China) sitzen nun auf diesen Anleihen. Sie müssen die amerikanische Absicht, den Dollar bewusst zu inflationieren, völlig zu Recht als Diebstahl auffassen. Freunde gewinnt man auf diese Weise gewiss nicht.
Neben dem Vorschlag Inflation zu erzeugen, der von Obama aufgegriffenen wurde, enthält diese Schrift aber noch andere interessante Informationen und Lösungsvorschläge für kleinere Baustellen, die jedoch ähnlich widersprüchlich sind.
Wenn man dieses Büchlein genauer liest, dann begreift man ein weiteres Mal, dass es nicht die Märkte waren, die versagt haben, sondern die Politik. Die Politik behandelt die Banken nicht so wie andere Unternehmen. Geht etwas schief, dann haftet der Steuerzahler. Hier gibt es keinen Markt und faktisch kein Risiko. Die Politik hat den Derivate-Markt nicht geregelt. Während es in anderen Märkten standardisierte Produkte gibt, kann hier jeder erfinden, was er will. Auf diese Weise wissen einige Marktteilnehmer gar nicht mehr, was sie eigentlich im Portfolio haben. Das lesen wir auch bei Soros.
Und schließlich ist der amerikanische Hypothekenmarkt einfach politisch so konstruiert gewesen, dass es früher oder später zu einem solchen Zusammenbruch kommen musste. Das erklärt Soros ganz hervorragend.
Am Ende seines Buches geht Soros dann auf die von ihm zukünftig erwarteten politischen und finanzpolitischen Entwicklungen ein. Das muss man nicht unbedingt so sehen wie er. Insbesondere meckert er über Deutschland, das sich dem unbegrenzten Geldschöpfungsprozess aus dem Nichts glücklicherweise (noch) entgegenstellt.
Schließlich verteidigt er seine Reflexionstheorie gegen Vorwürfe. Eigentlich ist diese Theorie völlig verständlich und in Ordnung. Ein Markt ohne Rückkopplung ist kein Markt. Die Reflexionstheorie erklärt unter anderem, dass sich Märkte durch eben diese Rückkoppelungen so hochschaukeln können, dass sie aus dem Gleichgewicht rutschen. Diese Trivialität kann von Wirtschaftswissenschaftlern praktisch nicht bestritten werden. Dennoch halten sie an der Theorie der effizienten Märkte fest, die so etwas wie die gegenwärtige Krise eigentlich ausschließt. Verstehe das, wer will. Soros wird seine Theorie nicht quantifizieren können, denn sie führt zu Nichtlinearitäten mit denen man nur schwer umgehen kann. Das ist ihr eigentliches Problem.
Fazit.
Dieses kleine Büchlein ist sehr informativ. Es setzt allerdings einige Kenntnisse voraus. Und es zeigt die ganze Widersprüchlichkeit im Denken von Soros. Ob sein Rezept aufgehen wird, wage ich zu bezweifeln. Im besten Fall verschiebt es den großen Knall in die Zukunft, denn eine Wirkung mit ihrer Ursache bekämpfen zu wollen, ist ziemlich aussichtslos.
Die Analyse der Finanzkrise und was sie bedeutet – weltweit Jetzt kaufen für nur EUR 14,90!
Börse verstehen: Die globale Finanzkrise: Alle Informationen zur Wirtschaftskrise 2007-2009, dazu Geschichte und umfassendes Gesamtwissen zu den … Welt. Ursachen, Auswirkungen, Reaktionen
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Börse verstehen: Die globale Finanzkrise: Alle Informationen zur Wirtschaftskrise 2007-2009, dazu Geschichte und umfassendes Gesamtwissen zu den … Welt. Ursachen, Auswirkungen, Reaktionen Kundenrezensionen

Der Artikel zur Finanzmarktkrise ist eine billige Kopie aus Wikipedia. Es ist wortwörtlich abgeschrieben und zum Teilen noch so gekürzt worden, dass einige Stellen ziemlich unlogisch erscheinen. Daher auf keinen, aber auf keinen Fall kaufen! Auf Wikipedia gibt es den Artikel kostenlos und ausführlicher.

5 Sterne+++++ – mehr braucht man kaum zu sagen. Hoch aktuelles, sehr fundiertes Wissenswerk zum Top-Thema unserer Zeit. Wer mehr als Phrasen will und echte, punktgenau recherchierte Informationen zur anhaltenden Finanzkrise haben will, ist hier richtig. Aber mehr noch: Dieses Buch greift auch das Umfeld der aktuellen Situation und frühere Krisen auf – so gelingt es, profundes Wissen zu vermitteln. Meine Note: eins plus!
Börse verstehen: Die globale Finanzkrise: Alle Informationen zur Wirtschaftskrise 2007-2009, dazu Geschichte und umfassendes Gesamtwissen zu den … Welt. Ursachen, Auswirkungen, Reaktionen Jetzt kaufen für nur EUR 27,04!
Chronologie, Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise: Vom amerikanischen Immobilienboom zum globalen Bankencrash
Unverb. Preisempf.: EUR 19,95
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Kasino-Kapitalismus: Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist
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Kasino-Kapitalismus: Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist Kundenrezensionen

Die auf dieser z.T. geäußerte scharfe Kritik am Buch kann ich nicht ganz teilen. Dessen Stärke liegt nämlich vor allem in der Analyse der Krise, weniger in der Erteilung von Rezepten für die Zukunft, obwohl die Werbung auf dem Buchrücken anderes suggeriert. Mir scheint es – gerade nach Lektüre dieses Werkes – auch weitgehend illusorisch, eine ähnliche Krise in Zukunft sicher verhindern zu wollen
Im Rahmen des analytischen Teils überzeugt das Buch durch eine klare Sprache, eine packende, aber nicht reißerische Darstellung und die Systemkenntnis des Verf. Für einen regelmäßigen Leser der FAZ wird dabei zwar nicht ständig Neues verkündet, viele bekannte Einzelinformationen fügen sich aber in einen größeren Zusammenhang und werden so noch verständlicher. Gleich zu Anfang zeigt der Verf. etwa, wie zwischen den Volkswirtschaften der USA und Deutschlands eine Phasenverschiebung stattfindet: D.h.: Amerikanische Entwicklungen werden hierzulande regelmäßig zeitversetzt nachvollzogen; dies erklärt aus historischer Sicht einerseits den Zorn der u.s.-amerikanischen und britischen Regierung, die die Bundesrepublik zu noch früherer Intervention bewegen wollten, andererseits aber auch das Zögern der Bundesregierung Ende 2008, die von einer Krise nur theoretisch wusste, diese aber noch nicht “fühlte”. Viele ähnliche Zusammenhänge – z.B. die Überbewertung der Rolle Chinas, die Verbriefungskaskade, das Versagen der SEC im Fall Madoff werden ähnlich perspektivisch dargestellt.
Erst in letzten von 11 Kapiteln geht der Verf. vorsichtig und – wie ich finde seriös – auf mögliche Konsequenzen aus der Krise ein. Dabei argumentiert er keineswegs im Mainstream der Politik (Stichwort “bad bank-bad idea”), sondern zeigt dem Leser, warum der Geithnerplan für die Bundesrepublik nicht passend ist.
So kann ich das Werk all denen empfehlen, die sich über die Ursachen der Krise informieren wollen; dass das elfte Kapitel vergleichsweise vage bleiben muss, ist eher ein Signum für die Krise der Volkswirtschaftslehre, die durch die jüngsten Ereignisse ausgelöst wurde. Dem Verf. kann man dies kaum anlasten.

Herr Sinn erklärt in seinem Buch mit schönen Beispielen, wie sich die aktuelle Finanzkrise entwickelt hat. Leider traut er sich jedoch nicht, detailliert die tiefgreifenden wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erklären, die zu diesen Auswüchsen führten. Der Leser wird durch Zahlen und Grafiken geschockt (Interesse wird stark geweckt!) – der erleuchtende Erkenntnisgewinn bleibt dann jedoch leider auf der Strecke.
Ohne Benennung der tiefgehenden Problematik erhalten die vorgeschlagenen Maßnahmen (“was jetzt zu tun ist”) einen schalen Beigeschmack. Durch die fehlende wissenschaftliche Fundierung entsteht der unbefriedigende Eindruck, dass sie nicht die Wurzel des Übels bekämpfen, sondern nur deren Auswüchse begrenzen.
Insgesamt verstärkt das Buch das allgemeine Gefühl einer “wissenschaftlich-embryonale Stellung der Volkswirtschaftslehre” (siehe Rezension von “Pillkahn”). Dies ist traurig, da die Volkswirtschaftslehre mit fundierten Theorien die grundlegenden Ursachen von Krisen benennt. Diese will der Mainstream (Banken, Staat, Gesellschaft, Sinn) aber vielleicht gar nicht wissen, da sie unbequem gemachte Fehler und die eigene Verantwortung innerhalb von Volkswirtschaften betonen.
Eine fundierte wissenschaftliche Analyse der grundlegenden Ursachen von Finanzkrisen habe ich hingegen im Buch “Wieviel Kontrolle braucht der internationale Finanzmarkt” von Stefan Schüder gefunden. Es werden zuerst Ursachen von Marktversagen (Herdenverhalten, Spekulationsblasen, Risikoübertreibung,…) und dann das Für und Wieder von Lösungsvorschlägen (Informationsbereitstellung, Regulierung, Boni-Besteuerung, Tobin-Steuer, Eingriffe des IWF,…) prägnant und allgemeinverständlich diskutiert. Diese zwei Bücher sind eine sehr gute Kombination. Erst der Schock (Sinn) – dann die Erkenntnis (Schüder).
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Die Quittung: Die Finanzkrise und was wir daraus lernen können
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Die Quittung: Die Finanzkrise und was wir daraus lernen können Kundenrezensionen

Als ich dieses Buch geschenkt bekam, war mein erster Gedanke: “Was soll ich mit so einem Buch, das ist doch sicher sehr mühsam zu lesen und schwer zu verstehen?” Ich begann dann doch mit dem Lesen. Schon nach den ersten Seiten war ich überrascht, wie gut und interessant “Die Quittung” zu lesen ist. Mit solchen Themen hatte ich micht bisher kaum beschäftigt und darum auch nicht viel Wissen darüber. Jetzt, nachdem ich alle Kapitel gelesen habe, bin ich begeistert über dieses Buch. Es informiert umfassend über wirtschaftliche Dinge, über die Krise und zeigt Wege auf, wie aus der Krise gelernt werden kann. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert um einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge zu bekommen.

Geld ist eine geniale Erfindung, ohne Geld ist Wirtschaft nicht denkbar, aber der rechte Umgang mit Geld ist doch offenbar schwieriger, als es scheint.” (V. Wörl, Die Quittung, S.113).
Dieser Satz von Volker Wörl könnte als Leitmotiv über seinem Buch stehen, in dem er in 20 Kapiteln auch für Laien einen sehr guten Überblick über die Finanz- und Wirtschaftskrise gibt. Er informiert den Leser z.B. über die Ursachen der Krise und Strategien zu ihrer Überwindung, über die Weltwirtschaftskrise von 1929, er bringt eine Fehleranalyse und zeigt uns mögliche Lösungen für uns selbst.
Den wichtigsten Teil des Buches stellt natürlich das Kapitel Aus der Krise lernen” dar. Hier werden die Begriffe Nachhaltigkeit” und Gerechtigkeit” erläutert, auch werden kirchliche Stellungnahmen zitiert, z.B. von Papst Benedikt: Wer nur auf die sichtbaren und fassbaren Dinge baut, auf den Erfolg, seine Karriere, sein Geld, der baut auf Sand.”
Dieses Buch ist sehr verständlich geschrieben und die kurzen Kapitel erleichtern den Überblick. Bei der Lektüre werden viele Leser erkennen, dass jeder Mensch durch Gier und Maßlosigkeit ein wenig zur Krise beigetragen hat.
Die Quittung: Die Finanzkrise und was wir daraus lernen können Jetzt kaufen für nur EUR 9,90!
Die Subprime Lösung: Wie wir in die Finanzkrise hineingeraten sind – und was wir jetzt tun sollten
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(von 9 Kundenrezensionen)
Unverb. Preisempf.: EUR 19,90
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Die Subprime Lösung: Wie wir in die Finanzkrise hineingeraten sind – und was wir jetzt tun sollten Kundenrezensionen

Das ist der Titel, den die FAZ am Sonntag vor kurzem an Robert Shiller verliehen hat. Gleichzeitig kürte sie sein Buch Die Subprime-Lösung kurz vor Weihnachten zum besten Wirtschaftsbuch 2008. Für mich hebt sich der Titel durch seine prägnanten und teils sehr provozierenden Thesen vom Gros der aktuell ja sehr beliebten Crash-Literatur ab. Shiller beschreibt die Ursachen der aktuellen Krise sehr anschaulich und gibt Wege vor, auf denen die Volkswirtschaften dem Kollaps entgehen können. Viel Fachwissen und eine klare Sprache. Empfehlenswert.

Im April betrat die Rezession den 17. Monat in Folge. Auch wenn die Depressionsgefahr inzwischen dank dem von der Fed und dem US-Schatzamt eingeleiteten Rettungshilfen abgewendet worden zu sein scheint, handelt es sich dabei um den bisher längsten konjunkturellen Abschwung seit der Grossen Depression” (1929). Das amerikanische BIP ist im IV. Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 6,3% geschrumpft. Monatlich verlieren rund 600’000 Leute ihren Arbeitsplatz.
Auslöser war der Zusammenbruch des Subprime-Segments des amerikanischen Häusermarktes. Aus der amerikanischen Immobilienkrise erwuchs inzwischen eine ernste Gefahr für die Weltwirtschaft mit noch immer nicht abschätzbaren Folgen.
Robert J. Shiller, Professor für Wirtschaft an der Yale University zählt zu den einflussreichsten Ökonomen der Gegenwart. Er ist Begründer des Forschungsgebiets Behavioural Finance”. Er stellt in diesem Buch die allgemeingültige Theorie der effizienten Märkte in Frage. In seinem Buch Irrationaler Überschwang” hatte der Autor im März 2000 vor einem Crash auf dem Aktienmarkt gewarnt. 2004 gab der Wirtschaftswissenschaftler die korrekte Prognose ab, dass sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt eine Spekulationsblase gebildet hat. Er lag erneut richtig. Vor dem Ausbruch der anrollenden Krise hat sich Shiller wieder zu Wort gemeldet. Sein Buch The Subprime Solution” ist in Original im Sommer 2008 erschienen.
Shiller beleuchtet die Entwicklungen der Kreditmarktkrise gestützt auf die verhaltensorientierte Finanztheorie. Die Subprime-Krise ist ein Wendepunkt in unserer Wirtschaft und unserer Kultur, schreibt er. Die US-Notenbank (Fed) habe eine Reihe von neuen Kreditfazilitäten (TAF, TSLF, PDCF usw.) eingeführt. Aber wir wissen nicht, ob deren Reichweite so beschaffen ist, dass sie die fundamentale Krise des Vertrauens, welches am Herz der Subprime-Krise liege, lösen können”.
Die Bubbles sind seiner Ansicht nach das Ergebnis des deplatzierten Vertrauens”. Die Lösung müsse daher folgende Ziele im Auge behalten: 1) Infrastruktur für Finanzinformationen verbessern. D.h. bessere Finanzberatung und grösseren Konsumentenschutz für grössere Segmente der Gesellschaft. 2) Demokratische Ausweitung des Geltungsbereichs” der Finanzmärkte (v.a. der Innovationen), um Risiken breiter zu streuen. Zum Beispiel: Neue Futures-Märkte in Chicago. 3) Schaffung von retail financial instruments”, um eine grössere Sicherheit für Konsumenten bereitzustellen.
Mit seiner pragmatischer Haltung will Shiller bewusst nicht bestrafen, sondern behandeln. Wenn er z.B. über die Vergabe von Hypotheken mit Lockvogelzinsen redet, denkt er in sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Immer wieder stellt er die psychische Disposition des Problems im Hinblick auf die Risikowahrnehmung und das Risikomanagement in den Mittelpunkt seiner Analyse. Ziel ist es, er nennt es Financial Democracy”, das Sicherheitsnetz für die Gesellschaft umfassend zu verstärken, um auf diese Weise den Wohlstand zu erhöhen. Dafür bedarf es einer demokratischen Verbreitung der Innovationen der modernen Finanz-Technologie, sodass die Risikostreuung sachgemässe Anreize fördert und die Gefahr von Moral Hazard” einschränkt. Shiller durchleutet zudem die Geschichte der Immobilienmärkte und zeigt die Ursachen von Spekulationsblasen auf. Beide sind hochinteressante Kapitel. Dabei verschont er weder die Fed noch den ehemaligen Fed-Chef Alan Greenspan.
Shiller betont die Wichtigkeit von Bail outs”, die kurzfristig auf alle Fälle den wegen betrügerischen Angeboten überschuldeten Eigenheimbesitzern und gebeutelten Hypothekenbanken zugute kommen sollten. Langfristig schlägt er ein 6-Wege-Programm” vor, um Informationsinfrastruktur zu verbessern: 1) Eine umfassende Finanzberatung, 2) Eine neue Finanz-Regulierungsbehörde. D.h. eine verbraucherorientierte staatliche Aufsichtsbehörde, 3) Standartisierte Finanzplanung. D.h. Vereinbarungen und Standards in bezug auf das Ausfallrisiko, 4) Verbesserte Offenlegung von Finanzinformationen. D.h. eine Anzeigepflicht für Wertschriften, 5) Eine bessere Finanz-Datenbank. D.h. eine lückenlose, nationale Datenbank, was finanzielle Situation von Individuen betrifft, 6) Ein neues System von wirtschaftlichen Masseinheiten. Shiller warnt aber davor, dass die Berichtigung am Immobilienmarkt sich um mehrere Jahre verstrecken kann. Ein vielschichtiges und sehr informatives Werk über die anhaltende Wirtschaftskrise. Wegweisend.
Die Subprime Lösung: Wie wir in die Finanzkrise hineingeraten sind – und was wir jetzt tun sollten Jetzt kaufen für nur EUR 19,90!
Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkrise
Bewertungen:
(von 8 Kundenrezensionen)
Unverb. Preisempf.: EUR 13,90
Preis: EUR 13,90
Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkrise Kundenrezensionen

Eine abenteuerliche Geschichte mit Tiefgang. Auf märchenhaften Pfoten kommen erschreckende Realitäten ans Tageslicht – und die Vision einer endgültigen Lösung unserer Finanzprobleme.
Wer sich schon etwas mit der Materie beschäftigt hat, weiß, dass die ganzen dramatischen Ereignisse im Buch nur satirisch, aber nicht inhaltlich übertrieben sind, sondern unsere heutige Welt widerspiegeln. Man erkennt deutlich, dass sich der Autor sehr intensiv mit den wahren Hintergründen der Finanzmisere beschäftigt hat. Die flockige Erzählweise und die vielen köstlichen Wortspielereien machen die Wahrheit leichter verdaulich.
Die Lösung der Situation durch das Schaf Hope zeigt, was es dringend zu unterstützen gilt. Vielleicht sollte Obama dieses Buch lesen und seine Rolle darin finden …
Hoffentlich gibt es bald eine englische Übersetzung – dieses Buch gehört verbreitet!
Ein wertvolles Buch, dass jeder lesen sollte. Auch ideal zum Verschenken.

Stück für Stück fliegen uns die Finanzmärkte und die Probleme der Banken um die Ohren. Ich denke es ist höchst an der Zeit, dass wir das gleiche tun, das der Held dieses Buches tut – nämlich die Probleme beim Namen nennen und Argumente zu sammeln, die helfen, dem Unsinn und der Unmoral rascher zu entkommen. Diese Fabel erfüllt diesen Zweck auf alle Fälle.
Wenn die aktuelle Situation schon nicht zum Lachen ist, so ist zumindest das Buch erheiternd. Der Held – der Prinz des Goldes – trägt sicher nicht
zufällig den Namen HOPE. Hoffnung, dass der Schuldenturm schon nicht
einstürzen wird, hat uns in die Lage gebracht, in der wir heute stehen. Und Hoffnung treibt alle freien Märkte an.
Besonders gern gelesen habe ich die Diskussionen zwischen dem Großinvestor
aus der Hochfinanz – dem Luchs Rothwild und Hope. Das Spiel mit Namen und
Querverweisen beherrscht der Autor ohnedies ganz hervorragend. Da gibt es
die große Hyäne Ben Greenspoon, die so offensichtlich die Verbindung der
beiden Federal Reserve Chairman Ben Bernanke und Alan Greenspan ist; oder
den historischen Bezug, der in der Attacke der Totenkopf-Affen steckt, der
eindeutig auf den Beginn des Vietnamkrieges verweist und den vorgetäuschten Tonkin-Überfall der Amerikaner; den Flugzeugträger Allrich, der wohl nichts anderes sein kann, als der Hinweis auf die Aldrich-Bill, die dafür sorgte, dass die Federal Reserve gegründet werden konnte, oder die vielen Wortspielereien – wie die Hauptstadt der Schafe: Washeepton, oder der Weiße Stall – das Büro des Präsidenten, der Kranich mit den Hosenträgern von Sheep_NN (Larry King), oder der Anführer der Ziegen General deGoat (General de Gaulle), der die Goldwährungs-Deckung der Amerikaner hat auffliegen lassen.
Ich bin überzeugt, dass der Autor derart viele Hinweise versteckt hat, dass es eines eigenen Buches bedürfte, diese aufzudecken.
Wie auch immer. Ich halte das Buch für eine fabelhafte Idee, die großartig
umgesetzt wurde.
Unbedingt Lesen. Witziger und schlauer geht es wahrscheinlich nicht.
Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkrise Jetzt kaufen für nur EUR 13,90!
Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise: Ursachen, Auswirkungen, Handlungsempfehlungen
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(von 15 Kundenrezensionen)
Unverb. Preisempf.: EUR 29,80
Preis: EUR 27,00
Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise: Ursachen, Auswirkungen, Handlungsempfehlungen Kundenrezensionen

Der Titel des Buches hat viel versprochen. Das wars dann auch. Was in dem Buch folgt, ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit und dies nicht einmal gelungen und spannend. Handlungsempfehlungen und Rückschlüsse werden nur allgemein und am Ende kann kurz (4 Seiten) gezogen. Man erfährt dabei aber keine Neuigkeiten. Schade um die Zeit, die man beim Lesen verbringt, und Schade um das Geld. 5* Rezensionen können nur von Lesern kommen, die sich zum ersten Mal mit dieser Materie beschäftigen. Denen sei aber gesagt, dass es bessere Literatur gibt. Mir kommt vor, als will man nur Geld mit der Herausgabe von Büchern machen.

Ich habe die Finanz- und Wirtschaftskrise intensiv verfolgt und bin von den negativen Auswirkungen persönlich stark betroffen. Daher habe ich das Buch gekauft, um ein vollständiges Verständnis der Ursachen und Auswirkungen zu erwerben und dies möglichst noch in angenehmer Form präsentiert zu bekommen. Es ist aus meiner Sicht überhaupt nicht berechtigt, das Buch als unterhaltsam zu bezeichnen oder gar zu werten, dass es sich wie ein Krimi liest. Sicher behandelt das Buch die wichtigsten Aspekte aus Sicht von Finanzfachleuten. Viele Begriffe werden erläutert. Die Zusammenhänge von den Hypothekenkrediten über die Verbriefung bis zu den Investoren, den Rating-Agenturen, der Rolle der Politik und der Zentralbanken sowie den Auswirkungen auf die Aktienmärkte und die Geschäftsbanken werden durchaus verständlich behandelt. Allerdings ist das alles ausgesprochen langweilig in einer Sprache von Beratern formuliert. Besonders störend habe ich auch empfunden, dass die Konsequenzen für die Hypothekennehmer in den USA, für die Aktionäre weltweit, für die Staatshaushalte und für die Realwirtschaft in keiner Weise angemessen erörtert werden. Die miserable Kommunikation seitens der Banken, beispielsweise die seit langem zu verfolgende Schönfärberei seitens der Deutschen Bank, wird nicht einmal erwähnt. Auch auf das Thema der Bonuszahlungen in den Finanzinstituten, das nach meiner Ansicht eine große Bedeutung hat, wird kein kritischer Blick geworfen. Und mit den ausführlichen Handlungsempfehlungen, z. B. – Weiterentwicklung der Regeln zur Bilanzierung – oder – Basel II vor weitergehenden Schritten erproben – kann ich als wirtschaftlich Interessierter, an den sich das Buch ja auch wenden will, nichts anfangen. Hier haben sich Berater ausgelassen, die zeigen wollen, wie toll sie sind. Die Zeit für das Lesen des Buches war vergeudet.
Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise: Ursachen, Auswirkungen, Handlungsempfehlungen Jetzt kaufen für nur EUR 27,00!
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