Altersvorsorge MUSS sein
Hier ein wundervolles Zitat von George Best, des berühmten “enfant terrible” des nordirischen Fussballs. Dieser hatte in seiner aktiven Zeit in britischen Profiligen Millionen gescheffelt, war im Alter aber völlig verarmt. Auf die Frage, wo denn all die Millionen hin seien, antwortete er:
“Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.”
Wie heisst es doch so schön:”Jeder ist zu etwas Nütze, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!
Doch was lehrt uns der Fall des Herrn Best? Nun, beim Fussballer ist eine Sache offenkundig, die aber alle Menschen gleichermaßen betrifft: der Verlust der Erwerbsfähigkeit im Alter .
Lassen die Kräfte nach oder fehlt irgendwann einfach auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage nach der eigenen Arbeitskraft, ist es dem Menschen nicht mehr möglich, den Lebensbedarf durch Bewirtschaftung seiner Arbeitskraft zu decken. In dieser Lebensphase muss dies durch andere Reserven bewerkstelligt werden. Wer sein Leben lang im Wesentlichen abhängig beschäftigt war, hat idR in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und darf nun erwarten, dass diese sich mit regelmäßigen Monatszahlungen hierfür erkenntlich zeigt. Doch oh Graus: wer sich vorstellt, er hätte einen hübschen Kapitalhaufen angesammelt, von dem er nun zehren kann, der irrt! Unser Rentensystem ist nicht nach einem solchen Kapitaldeckungssystem gestrickt. Vielmehr kommt hier ein Umlageverfahren zum Einsatz. Dies besagt, dass die jeweils aktuellen Renten durch das Geld finanziert werden müssen, welches die Schar der jeweils derzeit Erwerbstätigen als Beiträge in das System einzahlt. Doch was, wenn diese Schar immer kleiner wird (oder Null Bock zum Arbeiten hat)??? Genau das ist aber in Deutschland der Fall. Durch die Überalterung der Gesellschaft findet eine dramatische Mehrbelastung der arbeitenden Bevölkerung durch Rentenverpflichtungen statt. Kamen im Jahr 2005 auf 100 Erwerbstätige Personen 32 Rentner, so werden es im Jahr 2030 bereits rund 50 sein. Die finanzielle UNterstützung der Rentenempfänger wird also immer schwächer! Kombiniert man dies mit der steigenden Lebenserwartung (bedingt durch medizinischen Fortschritt und verbesserte Lebensbedingungen) wird das Dilemma deutlich: immer weniger Geld steht für immer längere Ruhestandsphasen zur Verfügung. Wer sich auf den Staat verlässt, der wird unausweichlich ein böses Erwachen erleben! Eigenvorsorge durch Konsumverzicht in jüngeren Jahren und gezielte und planmäßige Vermögensbildung ist demnach unverzichtbar. Wie wir hier noch aufzeigen werden, ist es dabei von erheblicher Bedeutung, möglichst frühzeitig mit der Vorsorge zu beginnen. Dieser Artikel ist der Auftakt zu einer neuen Reihe, in der wir die Basics zu Altersvorsorge und Geldanlage darstellen wollen.


